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Dienstag, 21. April 2020

Anleitung

Manche können das Wort schon nicht mehr hören - Mund-Nasen-Schutz. Aber es ist wichtiger denn je, sich und andere zu schützen. Ich nähe diese Behelfs-Bedeckungen ja schon eine ganze Weile und im Netz kursieren viele Anleitungen. Ich habe drei probiert. Zwei sind in meiner persönlichen Liste gelandet und eine möchte ich Euch vorstellen. Sie passt sehr gut. Ich habe an dem Schnitt eine Weile getüftelt und geändert. Wer mag, macht sich einen Metallbügel rein oder auch nicht. Ich finde, sie sitzt auch ohne und ich trage eine Brille.
Da wir uns nicht sehen können, habe ich Euch die Anleitung aufgeschrieben. Mal sehen, ob Ihr damit zurecht kommt. Ein Feedback würde mich freuen.
Fertigt Euch zuerst eine Schablone aus Papier oder Pappe an. Maße in cm.

Zuschnitt Schablone
Papier 25 * 16,5
An den Ecken Dreiecke der Kantenlänge 5 cm abscheiden. Ihr habt jetzt ein 8-Eck.
Zuschnitt Stoff
Die Papierschablone ist ohne NZ. Bitte gebt außen Eure NZ zu. So bleibt die Schablone erhalten und wird nicht ständig kleiner.
Mit Schablone: 1* Außenstoff A, 1* Innenstoff B
Ein Stoffstück C 16,5*15 als Innentasche
Ich nehme als Stoff sehr gerne ganz dicht gewebten Damast für mindestens eine Lage. Den Rest ergänze ich mit anderen Baumwollstoffe, meist Batist.
Nähen
C an den längeren Seiten zwei Mal umschlagen und absteppen. Wahlweise mit Overlock versäubern und einmal umschlagen. Dies wird das Fach für einen Filter (Papiertaschentuch, Filter ect.). Kann aber auch weg gelassen werden.

Stoffe aufeinanderlegen: A mit rechter Seite nach oben, C mit linker Seite nach oben, B mit linker Seite nach oben.





Rundherum absteppen, an einer schrägen Seite Wendeöffnung von ca. 3 cm lassen (nicht an Ecke).

Wenden. So sieht das Ganze dann aus.

Bügeln, dabei die Öffnung schön umlegen. Knappkantig rundherum absteppen. Man kann nun auf einer der langen Seiten noch einen Tunnel von 1cm für einen Metallbügel einnähen.

Die untere und obere Kante nun 5 cm nach innen klappen und mit einer Klammer fixieren.





Die Schmalseite bis zum Kreuzungspunkt der Schrägseiten umklappen. Hier kann man schon den Gummi oder ein Band einlegen. Absteppen.






Jetzt kommt ein Schritt, den kann man nur schwer beschreiben.Er sorgt für die Dreidimensionalität der Bedeckung. Die umgeklappten Teile nach außen klappen und an der Außenkante ausrichten. Das heißt, die schräge Kante wird nach außen gezogen. Die vorher abgesteppte Rundumnaht liegt nun parallel zur letzten Naht. Absteppen. Zweite Seite ebenso.
 Und schon sind wir fertig. War es schlimm?
Hinweis: So eine Bedeckung schützt nicht vor Viren ect. Sie unterstützt nur die allgemeinen Hygieneregeln. Bitte haltet Euch an diese und haltet Abstand!

Bleibt gesund!